Kennt ihr den Spruch "Geht mit offenen Augen durch die Welt"?
Und habt ihr das schon mal probiert?
Als ich angefangen habe zu Photographieren, war mein größtes Problem, dass ich immer drei Mal schauen musste bis ich das richtige Motiv gesehen habe… an wie vielen man vorbei läuft sei mal ungezählt dahingestellt.
Mit der Zeit ist das aber besser geworden. Man bekommt einen Blick für Situationen und Motive. Aber das ist nur das "Photo". Es bannt die Konstellation auf ein Bild. Sozusagen ein weiteres von tausenden in den Ordnern auf x beliebigen Computern. Jeder der eine digitale Kamera hat, hat auch unzählige dieser Bilder. Ich habe selbst ca. 25 GB solcher Bilder (öhm, ok, ich dachte immer es seien nur ein paar Gigabyte… *hust*).
Irgendwann habe ich mich geärgert, dass man permanent auf den Auslöser drückt, hunderte von Bildern hat, jedes Motiv gleich mehrfach… und sich ein riesiges Archiv von Photos ansammelt die man wahrscheinlich nie wieder richtig anschaut.
Die Frage ist doch, was muss ein Bild/Photo haben, dass es so "gut" ist, dass man sich dieses "immer wieder gerne anschaut"…
Meine Antwort war, dass man Momente und Stimmungen festhalten muss. Das Bild braucht eine Aussage, es muss irgendetwas vermitteln. Das meine ich jetzt nicht im Sinne von, "das Super-Photo", welches den Katalog des perfekten Photos zu 100% erfüllt. Sondern, dass Photo muss einfach eine Aussage enthalten. Und sei es nur, dass es mit den Elementen spielt…
Ich finde, dass folgende Beschreibung genau das erzählt, was ein Bild aussagen muss:
Ihr steht an einem großen Hauptbahnhof, auf einer Seite die Front des Bahnhofsgebäudes mit Geschäften, Ticket-Schaltern, Automaten und Lampen. Auf der anderen Seite sind Glas-Pavillons mit Fressbuden, hektisch rennen einige Fahrgäste von Bahnsteig zu Bahnsteig. Einige stehen am Rand und warten, es rieht nach Kaffee, Bratwurst und es ist laut die Geräusche geben einen Brei aus Lärm.
*KLICK*
Die schnellen Bewegungen bekommen etwas verschwommenes, die Gebäude sind scharf, der Lärm ist ausgeblendet, die Hektik bleibt! Gebannt auf ein Bild. Das Bild erzählt den Moment am Bahnhof, es erzählt die Begeisterung für den Moment.
Natürlich braucht man immer ein bisschen Glück für gute Momente. Mit der Zeit entwickelt sich aber so etwas wie ein Gefühl. Und dann ergeben die guten Momente auch gute Photos.
Voraussetzung oder Bedingung dafür ist aber eine gute mobile Ausrüstung.
Bei mir ist es ein Stativ (es sollte stabil sein und hat ein wenig Gewicht, ca. 3 Kilo), mein Handy (für Schnappschüsse und alternativ Photos) und natürlich die Kamera selbst. Wer mag sollte ein Weitwinkel bzw. Fischauge mit nehmen und diverse Filter.
Eine Flasche Wasser und Nahrung ist auch immer ganz gut ;-)
Wie fangt ihr eure Photos ein und was ist für euch ein gutes Photo?
